Für ein Mehr­familien­haus oder eine Gewerbe­immobilie ist die Heiz­anlage ein zentraler Teil der Haus- und An­lagen­technik

Für ein Mehr­familien­haus oder eine Gewerbe­immobilie ist die Heiz­an­lage ein zentraler Teil der Haus- und Anlagen­technik. Mieter und Nutzer richten ihr Augen­merk auf eine zu­ver­lässige Ver­sorgung mit Wärme und Warm­wasser und fordern hohen Komfort sowie einfache Be­dienung. 

Bis­lang erhält dafür bewährte Technik auf Grund­lage von Heiz­öl und Erd­gas oft noch den Vor­zug. Doch der Klima­wandel fordert den Aus­stieg aus dem Heizen mit fossilen Energie­trägern. Diese Entwicklung muss die Bau­wirtschaft und Wohnungs­wirtschaft in ihre Planung ein­beziehen.

Erdgas und Heiz­öl sind endliche, fossile Roh­stoffe, die in hohem Maß zu den deutschen CO2-Emissionen bei­tragen. Öl erzeugt im Ver­gleich die höheren Emissionen. Daher ist das Ein­schränken der Nutzung von Öl­heizungen zu­gunsten des Klima­schutzes in Zu­kunft wichtig. Seit 2020 gibt es keine Förderung mehr für Projekte mit Öl­heizungen. Ab 2026 dürfen nur noch in Aus­nahme­fällen neue Öl­heizungen installiert werden; installierte An­lagen haben Bestands­schutz.

Gas-Brennwert­technik spielt aktuell als zu­verlässige, saubere und spar­same Über­gangs­technologie noch eine wichtige Rolle bei der Sanierung im Alt­be­stand. Dort sind günstige und zu­ver­lässige Lösungen nötig, die mit den vor­handenen Heiz­systemen kompatibel sind. Gas-Brenn­wert­technik arbeitet energie­effizient und sauber und stellt auch hohe Vor­lauf­temperaturen zur Ver­fügung; das ist für ältere Mehr­familien­häuser oft ein Muss. So dienen Gas­heizungen in der Wohnungs­wirtschaft so lange als Sanierungs­lösung, wie eine voll­ständige Er­neuerung des Heiz­systems noch nicht geboten ist.

Wichtig: Eine Förderung für die Gebäude­heizung mit Gas ist nur in Ver­bindung mit erneuer­barer Energie möglich. Hier bieten sich vor allem Solar­an­lagen an, die auch für sich ge­nommen schon zahl­reiche Vor­teile für Mieter, Investoren und Eigen­tümer mit sich bringen.

Zentrale Gebäude­heizung mit re­generativer Energie

Bei den erneuer­baren Energien gelingt es einer Reihe von vergleichs­weise jungen Heiz­techniken zu­nehmend, sich gegen die etablierten, kon­ventionellen Lösungen durch­zu­setzen.

Wärme­pumpen ge­winnen umweltfreundliche Umgebungswärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Umgebungsluft; bei Nutzung von Strom aus regenerativen Quellen ist die Wärmeproduktion fast völlig CO2-neutral. Damit führen sie im Neubau das Feld an.

Gut automatisier­bare Bio­masse­kessel sind für die Wohnungs­wirtschaft sehr interessant. Sie nutzen Holz­pellets oder Hack­schnitzel als Brenn­stoff für die Gebäude­heizung; der CO2-neutrale Energie­träger aus regionaler Quelle punktet ebenfalls durch lang­fristig günstige Heiz­kosten. Insbesondere in ländlichen Ge­bieten erhalten Holz­heizungen oft den Vor­zug. Sie eignen sich aber auch ideal zur Ver­sorgung größerer Objekte, die Kombination mit dezentraler Strom­erzeugung und für die Ein­speisung in Nah­wärme­netze.

BHKW und Brennstoff­zellen er­möglichen mit Kraft-Wärme-Kopplung die Ver­bindung von Gebäude­heizung und Stromerzeugung. Durch Förderungen, attraktive Mieterstrommodelle und garantierte Einspeisevergütung werden sie zur attraktiven Investition. Ideal eignen sich diese Anlagen als Teil der bivalenten Versorgung größerer Objekte mit hoher Grundlast.

Photovoltaik und Solartechnik macht Dachflächen nutzbar zur Gewinnung von Sonnenenergie. Solaranlagen lassen sich sehr gut mit konventionellen Systemen kombinieren und erhöhen massiv die Energieeffizienz. Das entlastet die Umwelt, senkt die Wohnnebenkosten und erhöht zudem die Attraktivität und den Wert einer Immobilie.

Auch die Gebäudeheizung mit Nahwärme und Fernwärme spielt für den klimafreundlichen Umbau des Heizungssektors eine zentrale Rolle. Die Verteilung von Wärme in Netzen ermöglicht eine bessere Auslastung und einen effizienteren Betrieb von Wärmeerzeugern und verbessert die Effizienz dezentraler KWK-Anlagen. Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen sind ideale Wärmeerzeuger für Nahwärmenetze.

Gebäude­heizung modern denken

Wer heute eine Heizung modern konzipieren lässt, legt den Fokus auf zentrale Heizungs­lösungen. In Neu­bau­projekten mit zahl­reichen Wohn­einheiten über­wiegen massiv die Effizienz­vor­teile einer auf den Be­darf an­ge­passten, zentralen Heiz­anlage. 

Solar­anlagen und die Ein­bindung er­neuer­barer Energie sind mit einer Etagen­heizung nur sehr schwer um­setz­bar. Klassische Etagen­heizungen im Sinne einer kleinen Therme, die eine Wohn­einheit ver­sorgt, kommen nur noch in Aus­nahme­fällen zum Ein­satz.

Als moderne Form der Etagenheizung lassen sich dezentrale Wärme­über­gabe­stationen bezeichnen, die an ein Wärme­netz an­ge­schlossen sind. Auch reine, elektrische Direkt­heizungen sind als Gebäude­heizung nicht zu empfehlen. Sie ver­ursachen hohe Kosten pro kWh und indirekt hohe Emissionen aus der Her­stellung und Über­tragung von elektrischem Strom.

Nötig sind weiterhin an­gepasste Lösungen für Heiz­systeme von der Heizungs­regelung über Solar­speicher für Solar­thermie bis zu Heiz­körpern, Heiz­flächen und Boden­heizungen. Buderus bietet dafür optimal ab­ge­stimmte Komplett­systeme aus einer Hand.

Unsere Leistungen als Heizungs-­Meister­betrieb.